05.10.2016 / Artikel / /

Bericht aus der CVP/EVP Fraktion und dem Grossen Rat vom 3. Oktober 2016 von Kantonsrätin Sabina Peter-Köstli, Ettenhausen

04-0706-peter-keller-sabinaBericht Sabina Peter als pdf 

Bericht aus der CVP/EVP-Fraktion und dem Grossen Rat vom 3. Oktober 2016 von Kantonsrätin Sabina Peter-Köstli, Ettenhausen

Den Auftakt der Ratssitzungen in Weinfelden machte die traditionelle WEGA-Sitzung. Zwischen den Fraktionssitzungen und der Ratssitzung fand eine Besinnung in der evangelischen Kirche statt. Beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen bestand die Möglichkeit, mit Ratskolleginnen und Ratskollegen zu diskutieren. Gerade für Neulinge ist dies eine willkommene Gelegenheit für einen wertvollen Austausch über die Parteigrenzen hinweg, wie dies Grossratspräsident Gallus Müller, CVP/Guntershausen, bei seiner Messe-Ansprache treffend bemerkte.

An der Ratssitzung wurde als erstes die Motion „Dachbegrünung gegen Sommerhitze“ von Toni Kappeler behandelt. Er wies auf Vorteile der Begrünung wie den Ersatzlebensraum für die Natur – in Zürich sind es rund 2 Millionen m2 -, die natürliche Kühlung der Gebäude und des örtlichen Klimas sowie die Regenwasserspeicherung hin. Dem wurde mit einer drohenden Flut an neuen Vorschriften und die kleine Gefahr von Hitzeinseln wegen versiegelten Dachflächen im ländlichen Kanton Thurgau widersprochen. Das Argument des CVP/EVP-Fraktionssprechers Dominik Diezi, Arbon, aufgrund der Passivität der Gemeinden solle der Kanton das Heft in die Hand nehmen, mochte nicht zu verfangen. Die Motion wurde als nicht erheblich erklärt mit dem Verweis auf die mögliche Aufnahme in den Baureglementen der Gemeinden.

Als nächstes wurde das Thema Elektromobilität behandelt. CVP/EVP-Fraktionssprecher Stefan Geiges, Frauenfeld, wies darauf hin, dass es nicht nur um die Energie, sondern auch um die notwendige Infrastruktur gehe. Josef Gemperle, CVP/Fischingen, seinerseits doppelte nach, dass fehlende Ladestationen und die damit verbundene Angst, nicht mehr heim zu kommen, vom Umsteigen auf energieeffiziente elektrische Fahrzeuge abhalten würden. Mehrfach wurde erwähnt, dass elektrische Mobilität nur mittels „sauberem“ Strom betrieben sinnvoll sei und nur eingesparte Mobilität einen effektiven Sparbeitrag zur Erreichung der Energieziele leiste. Der Antrag von Daniel Eugster zur Erarbeitung eines Berichtes „Elektromobilität im Thurgau“ durch den Regierungsrat erhielt mit 117 zu 3 Stimmen beinahe ungeteilte Zustimmung. Die CVP/EVP-Fraktion war einstimmig dafür.

Die Diskussion über die Interpellation „Lehrerberuf zwischen Traumberuf und Pflichterfüllung“ wurde trotz fundierter Antwort des Regierungsrates von Toni Kappeler und den drei weiteren Interpellanten Reto Lagler, CVP/Ermatingen, Markus Berner und Peter Dransfeld verlangt, vom Rat jedoch abgelehnt. Dieses Geschäft ist somit erledigt.