01.03.2017 / Communiqués / /

Vorzeigekanton oder Fehlstrategie

Steckborn – Am vergangenen Dienstag fand der Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe der CVP des Bezirks Frauenfeld statt. „Energiezukunft Thurgau“ heisst das diesjährige Thema, zu welchem vier Podiumsanlässe stattfinden, an welchen parteiübegreifend diskutiert wird. Die CVP scheut die sachliche Diskussion über die Parteigrenzen hinaus nicht und trägt damit zur politischen Meinungsbildung bei, so Bezirkspräsident Stefan Geiges.

Minergie – Segen oder Fluch

Die zwei Inputreferate hätte kontroverser nicht sein können. Andrea Paoli, Leiter Abteilung Energie des Kantons Thurgau, erläuterte die Minergie-Strategie des Kantons und pries das Label. Dieter Stutz, Siedlungsplaner und Generalunternehmer aus Wallisellen, wies in acht Thesen auf Schwach- und Kritikpunkte der Minergiestandards hin.

Angeregte Diskussion

Die Diskussion drehte sich um die Frage, ob die Standards des Vereins Minerige fast Gesetzescharakter erlangt hätten, ob das Anstreben einzelner Labels richtig oder ob mehr Flexibilität nötig sei.  Unter der Leitung von Andreas Anderegg diskutierten Kantonsrat Stefan Geiges und Urs Dünnenberger (beide CVP), Peter Dransfeld (Kantonsrat SP), Paul Koch (Kantonsrat SVP) und Roman Schefer (FDP).
In seinem Schlusswort bedankte sich der Präsident der CVP-Ortspartei Steckborn, Leo Stäheli den Teilnehmenden auf dem Podium sowie dem Publikum für die anregende Diskussion und lud zum gemütlichen Ausklang ein.

Podium (v.l.n.r): Peter Dransfeld (Kantonsrat SP), Urs Dünnenberger (CVP), Stefan Geiges (Kantonsrat CVP), Paul Koch (Kantonsrat SVP), Roman Schefer (FDP) und Moderator Andreas Anderegg.