14.05.2017 / Artikel / /

Unternehmerische Freiheit?

Diessenhofen – Am vergangenen Donnerstag fand der zweite Teil der diesjährigen Veranstaltungsreihe der CVP des Bezirks Frauenfeld unter dem Thema  „Energiezukunft Thurgau“ statt. Im Fokus der parteiübergreifenden Diskussion stand dieses Mal die EKT-Gruppe, welche ihre Aufgaben im Spannungsfeld zwischen dem politischen Auftrag und der unternehmerischen Freiheit erfüllen muss.

Herausforderungen im Strommarkt

In ihrem Inputreferat schnitt Jolanda Eichenberger, CEO der EKT-Gruppe, verschiedene Themen an. Zunächst zeigte sie die Struktur der EKT-Gruppe auf. Weiter erläuterte Sie die Eckpunkte der Eigentümerstrategie, welche jeweils vom Regierungsrat festgelegt wird, da die EKT AG zu 100% dem Kanton gehört. Ferner zeigte sie die verschiedenen Herausforderungen auf, welche die EKT AG künftig zu meistern hat.

Angeregte Diskussion

Auf dem Podium war man sich weitgehend einig, dass die Politik der EKT gewisse Rahmenbedingungen setzen müsse. Insbesondere die Infrastruktur und damit die Versorgungssicherheit sei Sache der öffentlichen Hand. Die Liberalisierung von Handel und Produktion wurde hingegen unterschiedlich bewertet. Besonders gaben die 100 kommunalen Elektrizitätswerke im Thurgau zu Diskussionen Anlass, auch im Publikum. In keinem anderen Kanton sei die Dichte so hoch, allenfalls müsse diese Struktur mit einem politischen Vorstoss zur Diskussion gestellt werden.

Unter der Leitung von Andreas Anderegg diskutierten Kantonsrat Stefan Geiges, Marlise Bänziger (beide CVP), Marco Rüegg (FDP) und Thomas Schwarz (SVP). In ihrem Schlusswort bedankte sich Kantonsrätin Maja Bodenmann als Lokalmatadorin bei Teilnehmenden auf dem Podium sowie dem Publikum für die anregende Diskussion und lud zum gemütlichen Ausklang ein.

Jolanda Eichenberger, CEO EKT, referierte an der CVP-Veranstaltung.

Podium (v.l.n.r): Marlise Bänziger und Kantonsrat Stefan Geiges (beide CVP), Marco Rüegg (FDP) und Thomas Schwarz (SVP)