29.10.2017 / Communiqués / /

Alternative Antriebssysteme fördern

Eschenz – Am vergangenen Donnerstag fand der letzte Anlass der diesjährigen Veranstaltungsreihe der CVP des Bezirks Frauenfeld unter dem Thema  „Energiezukunft Thurgau“ statt. Als letzter Themenkreis wurde die Elektro-Mobilität diskutiert. Für das Input-Referat konnte Bezirkspräsident Stefan Geiges den Leiter Fahrzeugsysteme der Empa, Christian Bach begrüssen.

Flexible Energiesysteme sind nötig

In seinem Inputreferat erläuterte Bach, dass Antriebssysteme, welche mit erneuerbarer Energie betrieben werden, gefördert werden müssen. Neben Elektroantrieben wären das auch Gas- und Wasserstoffantriebe. Wichtig sei ebenso die Senkung des energetischen Verbrauchs der Antriebe. Zudem müssten alle Fahrzeuge zu zwei Dritteln mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Mit einer Flexibilisierung des Energiesystems müsse Überschussenergie für die Mobilität gespeichert werden können, damit diese saisonal, wenn beispielsweise wenig Solarstrom produziert wird, wieder zur Verfügung steht.

Kein Obligatorium, aber mutige Politiker

Einem Elektro-Obligatorium konnten die anwesenden Poltikerinnen und Politiker nichts abgewinnen. Die Forschung müsse vorangetrieben und über die Landesgrenzen hinaus Lösungen gesucht werden, so Kantonsrätin Maja Bodenmann. Er nehme eine nüchterne Haltung ein, meinte Kantonsrat Peter Dransfeld und verwies auf die Lösungen, wie Christian Bach sie vorgeschlagen hatte, diese seien sicher sinnvoll. Einen Schritt weiter wagte sich der Diessenhofer Stadtrat August Keller. Es gehe nicht nur um den Ersatz von Verbrennungsmotoren, sondern um intelligente Mobilität und neue Technologien. Aus seiner Sicht könnte die Schweiz in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen. Unternehmer Roman Schefer gab klar zu verstehen, dass die nötige Technologie schon heute bestehe und genutzt werden könne. Er nutzt diese und stellt fest, dass diese Lösungen funktionieren, auch mit erneuerbarer Energie, und gleichzeitig wirtschaftlich sind. Die anschliessende offene Diskussion zeigte auf, dass die Technologien noch zu wenig bekannt sind und Aufklärungsarbeit nötig sei. Ein Votant appellierte an die Politiker, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen und den neuen Technologien nicht Steine in den Weg zu legen.

Unter der Leitung von Andreas Anderegg diskutierten Kantonsrätin Maja Bodenmann (CVP), Kantonsrat Peter Dransfeld (SP) sowie Roman Schefer (FDP) und August Keller (CVP). In seinem Schlusswort bedankte sich Otto Diener, Präsident der CVP-Ortspartei, bei Teilnehmenden auf dem Podium sowie dem Publikum für die anregende Diskussion und lud zum gemütlichen Ausklang ein.

Roman Schefer (FDP), August Keller (CVP), Stefan Geiges (CVP, Bezirkspräsident), Andreas Anderegg (Moderator), Peter Dransfeld (SP), Maja Bodenmann (CVP), Christian Bach (Empa)

Folien Christian Bach – Copyright Empa